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Walter Bausenwein:   Profil  |  Vita  |  Werke

Walter Bausenwein

Einige von Walter Bausenweins Bildern sind Naturerinnerungen - vor allen Gesteinsformationen vorwiegend aus Lappland. Meist arbeitet er nicht mit einer bestimmten lntention, mit einer klar definierten Absicht, was er mit seinen Bildern erreichen will, sondern intuitiv.

 

Kokons, Seide und Samt

Eine eigene Werkgruppe bilden die fragilen Tableaus aus den Seidenkokons geschlüpfter Seidenspinnerschmetterlinge. In klarer Anordnung erinnern die faszinierenden zarten Reliefs an die Entstehung der Seide, die in ihrer Symbolik seit alter Zeit mit den Mysterien von Tod und Auferstehung verbunden ist. Kokons sind Zurückgelassenes und Aufgefundenes. Als Verkörperung von Wandlung und Veränderung steht der Kokon. Alles unterliegt dem ewigen Kreislauf des Erneuerns, Veränderns und Vergehens.

Die Färbung der Kokons wird auch bei völlig gleicher Farbbehandlung durch die Variationen der Materialreaktionen zu einer Vielfalt von Farbtönen führen, die alleine mit dem Pinsel und Farbmischungen nicht erreicht werden können. Bausenwein kann sich so der natürlich-chemisch-physikalischen Aktionen bedienen und einen Austausch von natürlicher Aktion und kultureller Aktion in seinen Arbeiten provozieren.

"Ich habe es schätzen gelernt, ein Stück Kontrolle an die Natur abzugeben."

 

Arbeiten aus Teebeuteln

Vielleicht befinden wir uns - ohne kompliziert denken zu müssen bei einer von Walter Bausenwein beabsichtigten inhaltlichen Komponente: Vergänglichkeit - Flüchtigkeit der Zeit.

Also : keine Rede von Zufall – ein streng rational geplanter Prozess – eine Sisyphusarbeit, einzig dem eigenen künstlerischen Antrieb unterworfen, wertfrei. Die lnspiration, der Einfall lässt sich auf das Jahr 2001 datieren, als Walter Bausenwein die optische und haptische Qualität des Gegenstandes Teebeutel für sich entdeckt, zunächst Materialbilder gestaltet, dann Objekte und schließlich sein Material in einer Rauminstallation monumentalisiert.

,,Kunst kann Abfälliges in Auffälliges verwandeln. Solches lntervenieren zeigt das künstlerische Vermögen, aus etwas etwas anderes zu machen." Bei Walter Bausenwein wird Recycling zur Verzauberung des Materials. Die Rückführung in eine neuerliche Gebrauchsfunktion geschieht unter rein künstlerischen Gesichtspunkten. Die Entdeckung der Poesie des Abfalls und dessen Bewahrung spricht eigentlich gegen die oben genannte ldee der Vergänglichkeit. Teebeutel haben ein Verfallsdatum. Kunst jedoch nicht!

Während den Ausstellungen:

Öffnungszeiten

jeweils Dienstag bis Freitag

von 16:00 - 20:00 Uhr.

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