Z E I T G E N Ö S S I S C H E K U N S T
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Kornelia Thümmel:   Profil  |  Vita  |  Werke

Kornelia Thümmel

Die Bildhauerin sieht ihren Schaffensmittelpunkt in der Thematik des Menschenseins. Zur Veranschaulichung dient das plastische oder skulpturale Objekt, welches (bedingt durch seine Dreidimensionalität), den Betrachter unmittelbar auf sich selbst zurückwerfen kann. Jedoch strebt sie mit ihrem künstlerischen Werk keine Widerspiegelung, sondern eine Reflexion an. Menschliche Körper sind Gefäße, gebildet durch das Zusammenfügen von Organen, Muskeln und Bändern. Sie ergeben die äußere Erscheinung des Menschen und doch reicht die Abbildung des äußeren Bildes des humanen Körpers nicht aus, um das zu fassen, was das Menschliche tatsächlich sein könnte. Trotzdem bedient sich Thümmel vorwiegend dieses Erscheinungsbildes, seiner Larve, insofern, als dass es in ihren bildnerischen Arbeiten zum Träger für die Botschaft innerlicher Vorgänge wird. In Ausdruck und Gestaltung sind die Körper keine glatten Wesen - sie sind keine künstlichen Wesen, im Sinne vom heutigen allgemeinen Verständnis für eine genormte Schönheit. Die von ihr gestalteten Geschöpfe entspringen der Kreatürlichkeit, es sind individuelle Gebilde. Bewusst der irdischen Welt entrückt, werden sie durch das von ihr bevorzugte Material Aluminium. Dieses Metall verbindet die Künstlerin mit der Jahreszeit Winter, mit Kühle, mit Distanz.

Ihren Figuren gebt sie im gestalterischen Sinne eine Verletzlichkeit. Sie haben zu viele Körperteile oder es mangelt ihnen an  anatomischen Organen. Manchmal muten sie animalisch an. Sie entbehren jeden Perfektionismus. Keine Norm. Keine Schaufensterpuppen, keine vordergründige Materialästhetik. Als Künstlerin erforscht sie die Verletzlichkeiten und Stärken, Verirrungen und Geradlinigkeiten unseres Lebens; "ich suche die Risse, die Furchen und Wunden".

 

Begleitend zur menschlichen Darstellung interessiert sie das Gefäß an sich, als Objekt des Bewahrens und des Separierens, oder des Schützens.

Ein bewusstes optisches, visuelles und haptisches Wahrnehmen der Natur ermöglicht in ihrer Suche ein unendliches Schöpfen aus Formenangeboten und Themen. Gleichzeitig bietet die Natur Möglichkeiten der Erfahrung inhaltlicher Bezüge zum eigenen Menschsein. Die Suche nach geometrischen Gesetzmäßigkeiten, Proportionen und Ordnungen bildet ihr Arbeitsprinzip. Durch Wissen und Intuition versucht sie, ein eigenes geordnetes Sinnbild zu schaffen.

Öffnungszeiten & Termine 2016

Während den Ausstellungen:

Öffnungszeiten

jeweils Dienstag bis Freitag

von 16:00 - 20:00 Uhr.

Besucher seit 30.10.2015 / 01:00 Uhr:

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