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Christine Deuring-Berthel:   Profil  |  Vita  |  Werke

Christine Deuring-Berthel

Offenkundig ist die Sprache, welcher sich die Bildhauerin Christine Deuring-Berthel bedient, um ihren Gedanken und Gefühlen Ausdruck zu verleihen: Mit Hilfe der ausdrücklichen Reduktion der Formen rückt die Künstlerin den menschlichen Kopf als Pars pro Toto für das Wesentliche einer Person in den Mittelpunkt ihres Schaffens. Trotz der Abstraktion der Objekte handelt es sich um sehr individuelle Charaktere – vor allem sind es diese einzelnen Merkmale, die Form und Material als die Darstellung menschlicher Wesen hervortreten lassen. Werktitel wie »Anna« oder »Günther« lassen dabei erahnen, dass es sich um Darstellungen konkreter Personen handelt.

 

Als Werkstoff bevorzugt Deuring-Berthel Eisendraht und Naturstein. Draht wird hierbei zu schlichten Gerüsten gewunden, die Oberfläche des Steins wird geringfügig bearbeitet. Durch das Drahtgeflecht erhält das Objekt eine Leichtigkeit, die unmittelbar von dem schweren, zugleich als Basis dienenden Torso aus Stein kontrastiert wird. Ferner kommt Beton aus der verlorenen Form zur Anwendung.

 

Der Werkkomplex umfasst u. a. Gruppen von Köpfen, die sich paarweise anblicken; der Betrachter darf hier nur Beobachter sein. Aber auch die einzelnen Figuren suchen nicht die unmittelbare Konfrontation mit dem Betrachter, schließlich wird in den meisten Arbeiten auf die Augenpartie als wichtigstes wortloses Medium verzichtet; vielmehr scheint es, als könne und dürfe nur die Bildhauerin die Gedanken ihrer Skulpturen lesen. Den Betrachter veranlasst sie zur Übernahme einer unparteiischen Position und eines unterbewussten Eindrucks. Die Künstlerin Christine Deuring-Berthel aber steht damit nicht nur während des Schaffensprozesses, sondern auch darüber hinaus mit ihren Figuren in einem Dialog.

Während den Ausstellungen:

Öffnungszeiten

jeweils Dienstag bis Freitag

von 16:00 - 20:00 Uhr.

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